In einem galvanischen Prozess wird zunächst von der Lackfolie ein metallisches Abbild hergestellt. Dazu muss die Folienoberfläche elektrisch leitend gemacht werden. Sie wird deshalb mit einer dünnen Silberschicht versehen. Die versilberte Folie wird als Kathode in ein galvanoplastisches Nickelbad gebracht. Als Anode dient Nickel. Lässt man Strom durch die Lösung fließen, so schlägt sich das metallische Nickel auf der versilberten Folienoberfläche nieder. Nach Erreichen der gewünschten Schichtdicke (ca. 0,23 mm) nimmt man die Folie mit der aufgewachsenen Nickelschicht heraus und trennt beides voneinander. Das so erhaltene erste Galvano, auch "Vater" genannt, ist ein Negativ, d.h. anstelle der Rillen enthält es entsprechende Dämme. Von dem entstandenen „Vater" wird wieder einen Gegenabzug eine „Mutter" und daraus ein „Sohn" hergestellt, der dann zum Pressen geeignet ist. Matritzen sind nicht ewig haltbar und so kann man jederzeit von „Mutter" und „Vater" Gegenabzüge machen und wieder eine neue Pressmatritze erstellen.